Chronik

Unsere Chronik

Gemeinde Bahra

Eine Mühle am Flusslauf des heutigen Bahra ist erstmalig 1551 urkundlich erwähnt. Der Name Bahra kommt entweder vom altslawischen pariti = brühen oder brennen (Eisenverhüttung) oder er kommt aus dem altslawischen bara = Sumpf. Bahra entstand aus einem sogenannten Werksweiler um ein Hammergut an der Bahra und bestand lange Zeit nur aus einem Hochofen, einem Eisenhammer, Waldköhlerei und Häusern der Arbeiter. Erst später siedelten sich mit dem Bevölkerungswachstum Bauern, Gastwirte, Tischler und andere Handwerksbetriebe an.

Das Dorf wurde 2010 in den Ortsverbund Bad Gottleube-Berggießhübel eingemeindet und hat knapp über 300 Einwohner.

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Die Herberge

Das sogenannte Hexenhaus auf dem Gelände der Herberge könnte eins der ältesten Wohnhäuser von damaligen Arbeitern sein, die sich in der Kugelgießerei verdienten. Es bestand zum Anfang nur aus einer einfachen Blockhütte. Später wurde das Haus erweitert mit einem Sandstein/Ziegelmix und Fachwerkaufsatz, als die Familien der Lohnarbeiter nachreisten durch die ertragsreiche Arbeit.

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Bis zum Krieg diente es als Wohnhaus für Familien, nach dem Krieg nutze es ein Dresdner Orchester als Beherbergungsstätte für seine Mitarbeiter.

1975 übernahm das Backwarenkombinat Dresden das Gelände. Es wurden ein Bettenhaus, ein Speisesaal mit Küchentrackt sowie ein Garagenkomplex mit Werkstatt errichtet. Weiterhin entstand durch die Kampfgruppe ein großer Backofen. Im Hexenhaus waren die damaligen Küchenkräfte und Betreuer untergebracht.

Nach der Wende wurde die Herberge kurzzeitig unterverpachtet und Kindern aus Tschernobel ein sorgenfreie Ferienzeit ermöglicht. Ende 1996 erwarb die Familie Kleebaum das Herbergsgelände von der Treuhand. Im Herbst 1997 wurden nach ersten Umbauarbeiten die ersten Gäste empfangen.

Mittlerweilen wurde die Abwassergrube komplett auf vollbiologisch umgerüstet, ein Freizeitcontainer wurde aufgestellt, eine Kletterwand installiert und ein Boulderfelsen aufgestellt.

Naturbad

Der Bau des Naturbades wurde 1973 beendet. Früher waren hier verpachtete Fischteiche. Zu Spitzenzeiten erholten sich hier im Naturbad bis zu 1000 Gäste am Wochenende aus dem Dorf und der Umgebung. Im Jahr 2000 übernahm die Herberge das gesamte Gelände (ca. 2 ha) von der Landesversicherungsanstalt. Das Bad wurde renaturiert, Fische wurden ausgesetzt und ein kleiner Campingplatz entstand mit Sanitär, Schleppdach und Versorgungskiosk.

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